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Wieder unterwegs ...

So, es geht wieder los. Wir sitzen im ICE nach Frankfurt. Neues Ziel: Down Under. Es ist halb sechs, wir sind kurz vor Heidelberg und haben etwas mehr als 30 Stunden Flug vor uns. Mit Zwischenstopps in Dubai und Perth. Unsere Reiseroute ist Sydney, Christchurch, Auckland, Sydney, Melbourne, Sydney. Die ersten Tage werden wir in Sydney verbringen, uns akklimatisieren und in die Oper gehen (Spießer!). Dann geht es weiter nach Neuseeland und dort bis Anfang März mit dem Camper von der Südinsel rüber auf die Nordinsel. Zurück in Sydney geht es wiederum mit dem Camper an der Küste entlang nach Melbourne und von dort durchs Inland wieder zurück - Anfang April sind wir zurück.

Wir sind mit unseren Wanderrucksäcken unterwegs und damit wurde meine ohnehin schon rückläufige Packwütigkeit (seitdem jeder von uns auf der Italientour nur zwei Kleiderboxen hat) auf ein Minimum heruntergeschraubt. Was nicht reinpasst, bleibt da und es passt nicht viel rein. Neben diversen Reiseführern, Laptop, Foto, Handys bleibt für den Kleiderschrank nicht mehr so viel Platz und das macht das Packen nicht unbedingt leichter: Wanderschuhe müssen rein, hübsche Schuhe nicht – Carsten hatte damit natürlich weitaus weniger Probleme und Entscheidungskonflikte zu durchleben und war in der halben Zeit fertig mit packen. Ja, so ist das Wanderleben. Schon vor Reiseantritt beginnen die Entbehrungen

3.2.14 06:06


Zwischenstopp in Dubai ...

Kurz mal eben mit der Metro zum Burj Khalifa und zum Dubai Fountain und mit dem Taxi wieder zurück zum Flughafen. 


4.2.14 12:57


Unterwegs in Sydney ...


Sicht auf das Sydney Opera House und die Harbour Bridge ...


und auf die Skyline der Stadt vom Botanischen Garten aus. 

6.2.14 11:55


Noch ein bisschen Sydney ...

Wir haben uns natürlich die Chance nicht nehmen lassen, in die Oper zu gehen. Die Zauberflöte. Super inszeniert!

Vom Foyer der Oper hat man einen wunderbaren Blick auf die Harbour Bridge. Bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit klettern Leute bis zu den beiden Flaggen die Brücke hinauf. Nichts für schwache Nerven!


8.2.14 10:42


Neuseeland, willkommen in Mittelerde ...

Heute ging es weiter von Sydney über Wellington nach Christchurch. Was ein Tag! Am Bahnhof endlich mit allem Gepäck angekommen, Streik. Endlich den richtigen Bus gefunden, verspätet am Flughafen angekommen. Durch die Sicherheitskontrolle, vergessen das Taschenmesser abzugeben, fort ist es. Im Flugzeug, Passagier fehlt, dessen Gepäck muss raus, Verspätung. Mit Verspätung und Zeitverschiebung gelandet, noch eine knappe dreiviertel Stunde bis zum Boarding. Ausweiskontrolle, Carsten ist durch, mein Reisepass kann nicht gescannt werden, Warteschlange (für Aussätzige). Kann noch immer nicht gescannt werden, wir müssen Platz nehmen, warten. Gespräch mit dem Immigration Officer am Telefon, endlich darf ich durch. 20 Minuten bis zum Boarden. Wir müssen noch das Gepäck holen, durch den Zoll und das Gepäck wieder aufgeben. Die Zollkontrolle ist noch 4 Warteschlangenschleifen entfernt. Auf unserer Einreisekarte haben wir brav angekreuzt: Wanderschuhe im Gepäck. Anstelle der einfachen Durchleitung zum Gepäckscanner, Weiterleitung auf die gelbe Linie. Taschendurchsuchung nach gefährlichen biologischen Gütern, 7 Minuten bis zum Boarden.

Schuhe sind ok, alles wieder einpacken, Rucksack wieder zu und zurück in die Hülle, weiter zum Scanner, 5 Minuten. Durch den Scanner, ein Stockwerk hoch, weiter zur Gepäckabgabe,

und im Laufschritt zum Gate. Wir heulen dem Mensch am Gate unsere Geschichte vor und wollen nicht ohne Gepäck fliegen, worauf er antwortet „no worries, they’re good“. Im Flugzeug sitzen wir und es geht nicht los bis schließlich die Durchsage kommt „wir werden in Kürze starten, wir warten nur noch auf die letzten Gepäckstücke“    !!


Tatsächlich liefen unsere Rucksäcke in Christchurch als erste übers Band und wir konnten uns auf die Suche nach einem Hostel machen. Jetzt sitzen wir im Aufenthaltsraum der Canterbury Uni in Christchurch, die während der Semesterferien die Studentenzimmer an Backpacker vermietet und morgen früh gibt’s Frühstück in der Mensa. Ganz wie in alten Zeiten.

 

8.2.14 10:49


On the road again ...

Wir haben unseren Camper abgeholt – einen Hippie Camper. Der Name kommt einmal von der hübschen Blumenbemalung des Wagens selbst und außerdem ist es die Billiglinie von Apollo Cars. Wer Geld hat mietet seinen Camper bei Apollo und bekommt das Premiummodell (0-6 Monate alte Fahrzeuge), dann gibt es die Modelle 6-12 Monate in Gebrauch. 1 bis 3 Jahre, 3 bis 6 Jahre und älter als 6 Jahre. Ganz hier hinten sind wir angelangt, deshalb heißt er auch Hippie Camper und kostet uns immer noch über zweitausend Euro für einen Monat. Wahnsinn, wie viele Leute so viel mehr Geld haben müssen als wir!


Da sind wir nun also unterwegs in einem Mitsubishi Express, Lenkrad rechts, Schaltung links, keine Zentralverriegelung, Campingausstattung und die Sitze schon so voller Gebrauchsspuren, dass wir uns erstmal passende geblümte Sitzüberzüge gekauft haben, um den Wohlfühlfaktor bei der Fahrt zu erhöhen – was prima funktioniert. Ganz haben wir uns an den Linksverkehr allerdings noch nicht gewöhnt und so sind die Fahrten zum Teil ganz schön abenteuerlich, aber das wird schon werden. 

Gestern waren wir in Christchurch selbst gewesen. Obwohl das Erdbeben schon fast vier Jahre her ist, sieht das Stadtzentrum noch immer aus wie eine einzige Baustelle. Hunderte verlassene, eingezäunte Häuser, die nicht mehr betreten werden dürfen, daneben riesige plattgewalzte Flächen, auf denen einmal Häuser standen und mittendrin die zerstörte Kathedrale. Noch nie waren wir in einem so stillen Stadtzentrum.

Von Christchurch aus wollten wir noch ans Meer fahren, aber da auch dorthin die Straße erneuert wird, fuhren wir bis Ellesmere Lake, etwas südlich von Christchurch.  



Überall gibt es hier ausgewiesene Campingplätze auf denen man campen muss. Freies Campen ist mit einem Wagen wie unserem, ohne Klo und Abwassertank, nicht erlaubt. Die Dichte dieser Plätze ist aber enorm, so dass wir freie Auswahl haben, wohin wir weiterfahren möchten. Wohin es heute gehen wird, wissen wir noch nicht. Wir werden wohl die nächsten Stunden mit dem Studieren von Landkarten und Reiseführern verbringen.

 

10.2.14 22:00


Endlose Weiten, Schafe und Co ...

Gestern sind wir von Lake Ellesmere nach Banks Peninsula gefahren und haben bei Duvauchelle Rast gemacht. Wunderschön! Wandern und genießen. Heute geht es noch weiter in Richtung Mount Cook.


Auf unserer Fahrt haben wir bisher hautpsächlich weite Ebenen mit Schafen und Kühen gesehen. Jetzt geht es in Richtung Alpen. 


12.2.14 06:02


Hier kann es so schön regnen ...

Von Duvauchelle ging es vor zwei Tagen weiter in Richtung süd-westen. Zunächst wieder durch Little River zurück, am Lake Ellesmere entlang, durch Lincoln und bei Rolleston auf den Highway (falls jemand unsere Reiseroute nachverfolgen möchte). Bei Geraldine ging es dann westwärts auf dem Highway 8, am Lake Tekapo vorbei und um den Lake Pukaki herum in den Norden, immer auf den Mt. Cook zu. Das war unser Tagesziel, der höchste Berg Neuseelands.

Lake Tekapo

Bei Geraldine hatte es angefangen zu regnen und die dicken Wolken verhießen eigentlich nichts Gutes, aber der Regen stoppte passend für die Fotos am Lake Tekapo und erlaubte uns einen tollen Abend unter Wolken und Sternen. Unser Campingplatz, der aus ein paar Klohäuschen und einem Aufenthaltshaus ohne Strom bestand, war bisher der coolste hier auf der Insel, direkt am Gletscher des Mt. Sefton und nur ein Stückchen weiter bis zum Mt. Cook.

Mt. Sefton Gletscher

Hier starteten auch die Wanderwege, von denen wir auf zweien gewandert sind. Einmal zum Gletscher und einmal zum Mt. Cook. Immer wieder knackte es und hörte sich an, als würden Teile des Gletschers abgehen, aber sehen konnten wir leider nichts davon.

Mt. Cook

Am Nachmittag fuhren wir weiter in Richtung Süden bis Omarama und dann immer in Richtung Osten bis zum Meer bei Oamaru. Die Wanderung hatten wir bei tollstem Sonnenschein gemacht und der Regen holte uns erst am Abend wieder ein. Wer hatte eigentlich gesagt, dass es hier im Februar fast nicht regnet?

13.2.14 21:08


Am Strand ...

Heute ging es von Oamaru nach etwas Frühsport am Strand an der Küste entlang weiter in Richtung Süden.



Für Insider: Chuck Norris (der außerhalb des Bildes im Wasser liegt) geht es wieder gut. Er hat den Roundhouse-Kick jetzt eingestellt.


Kurz vor Dunedin lenkte uns unser Touriradiosender an einen Aussichtspunkt, von dem aus wir einer kleinen Robbenkolonie beim Sonnen zuschauen konnten. Die kleinen Robben waren an uns so interessiert wie wir an ihnen und so ließen sie sich prima fotografieren. 


Von Dunedin ging es auf dem Highway 1 weiter in Richtung Südwesten und heute Nacht stehen wir in Winton. 

14.2.14 11:13


Doubtful Sound - Fjord, Sonne, Tasmanische See

Gestern (Samstag) waren wir von Wilton über Lumsden nach Te Anau gefahren. Von hier aus geht es südlich zum Doubtful Sound und nördlich zum Milford Sound, beides Fjorde mit Zugang zur Tasmanischen See. Eigentlich wollten wir für heute eine Kajaktour auf dem Doubtful Sound buchen, da man uns gesagt hatte, dass dieses der schönere, ursprünglichere und weniger befahrene Fjord wäre, leider war die Tour aber bis Dienstag schon ausgebucht. Geschlagene zwei Stunden, drei Informationszentren und 780 NZ Dollar später hatten wir folgendes gebucht. Für heute (Sonntag): Tagestour zum Doubtful Sound und für morgen die Kombitour – Kajak und Schiffstour – auf dem Milford Sound. Wenn schon, denn schon. So schnell kommen wir ja nicht noch einmal hierher. Unsere heutige Tour war unbeschreiblich schön. Trotzdem versuchen wir euch ein Bild davon zu geben:

Wir stehen um kurz nach sechs auf, um pünktlich um halb acht an der Anlegestelle des Bootes zu sein, das uns über den Manapouri See bringen wird. Der Fjord ist nicht einfach von der Straße aus zu erreichen, sondern die erste Etappe führt in einer einstündigen Fahrt über den See.

Von dort aus geht es eine dreiviertel Stunde mit dem Bus über die einzige Straße die vom See zum Fjord führt, die eigens zum Bau eines Kraftwerkes am Manapouri See gebaut wurde. Gäbe es das Kraftwerk nicht, würde man nur  von der Tasmanischen See aus in den Fjord einfahren können. Die Fahrt am frühen Morgen über den See ist unsagbar schön. Wir haben einen Sommertag ohne Wind erwischt, der die Morgensonne ungehindert in das blaugrüne Wasser tauchen lässt und die wenigen Wolken, die sich in den Regenwäldern am Ufer halten, in ein tolles Licht färbt. Es ist ganz schön frisch auf dem Schiff, aber wir sind hochseetauglich angezogen und so steht die Unterdeckoption überhaupt nicht zur Debatte.

Auf der Busfahrt durch den Regenwald nuschelt unser Busfahrer allerlei interessante Details zu Flora und Fauna ins Mikro und wir stoppen, um den ersten Blick auf den Fjord festzuhalten.

Die nächsten drei Stunden fahren wir auf dem Fjord bis an die Grenze zur Tasmanischen See. Dort aalt sich eine Robbenkolonie auf den Felsen und lässt sich von uns in keiner Weise stören. Die wenigen Pinguine – Carsten hat einen gesehen – lassen sich aber leider nicht fotografieren.

In einem Seitenarm des Fjords werden die Motoren abgeschalten und das Boot treibt nur so vor sich hin. Niemand sagt ein Wort, keiner macht ein Foto und plötzlich hört man die Tiere und die herabprasselnden Wasserfälle am Ufer. Gänsehautatmosphäre pur!

Dann geht es langsam wieder durch den Fjord zurück und mit dem Bus zum Manapouri See. Auf der Rückfahrt fahren wir mit einem Katamaran und die Sonne scheint unaufhörlich. Von Manapouri fahren wir wieder zurück nach Te Anau und weiter in Richtung Milford Sound. An der Strecke gibt es einen Campingstellplatz direkt am See, mit vielen Holztischen und Bänken. Hier sitzen wir nun und genießen die Abendsonne und die Vorfreude auf den morgigen Tag.

17.2.14 04:11


Ins Wasser gefallen ...

In der Region um Milford Sound gibt es durchschnittlich 200 Regentage im Jahr. Montag war einer davon, verbunden mit einem sich anbahnenden Sturm. Nach langem hin und her wurde dann auch unsere Kajaktour abgesagt. Wäre wohl ganz schön ungemütlich geworden. Unsere Schiffstour durch den Milford Sound war daraufhin auch ganz anders als am Tag zuvor durch den Doubtful Sound.

Regen, Nebel, viele Wellen und noch mehr Wind. Aber der Regen hatte auch etwas Gutes -  dutzende durch den Regen gespeiste Wasserfälle.


Von Te Anau ging es nach kurzem Stopp für uns dann weiter nach Queenstown. Hier verkaufen sie fangfrischen Lobster (Hummer) aus dem Doubtful Sound. Das war dann auch mein Abendessen. Für Carsten gab es die vegetarische Variante.

Queenstown ist Neuseelands Hochburg der Outdoor- und Funaktivitäten und so gibt es eine Agentur neben der anderen, die Bungeejumping, Skydiving, Rafting … anbieten.


Für Bungeejumping haben unsere Nerven dann doch nicht gereicht (we were too chicken!) und so haben wir uns dann für den Shotover Jet durch den Canyon entschieden. Auch nicht schlecht!

Von Queenstown ging es weiter in Richtung Nordwesten. Hier gibt es an der Westküste zwei große Gletscher, den Fox und den Franz Josef Glacier. Bei Wanaka haben wir übernachtet und heute sind wir bei strömendem Regen hier in Fox Glacier angekommen. Mal sehen was der morgige Tag so mit sich bringt.

19.2.14 10:09


Bericht kommt noch ...

Als wir heute Morgen aufgestanden sind, bot sich uns ein strahlend blauer Himmel - perfekt für einen morgendlichen Flug mit dem Heli auf den Fox-Glacier. Man fliegt gut zwanzig Minuten, steigt dort oben aus, macht Fotos, greift in den Schnee, flippt fast aus über die Schönheit der Aussicht und fliegt über den Gletscher wieder zurück!


20.2.14 07:12


Ganz im Norden der Südinsel

Gestern starteten wir einen erneuten Versuch Kajak zu fahren. Da wir aber spät dran waren, sollte es wieder nicht sein und so sind wir von Mahau weiter bis zum nördlichen Ende der Südinsel, Wharariki Beach, gefahren, konnten aber für heute ein Kajak buchen.  


In den letzten Tagen sind wir ganz schön viel gefahren. Insgesamt in den zwei Wochen etwas mehr als 3000km. Die Landschaft ändert sich ständig, von Regenwald, über Weideland, Berge, Flusstäler, Seenlandschaft, …

Auch die Strände sind ganz unterschiedlich. Vorgestern sind wir von Fox Glacier bis hoch ans Meer über Hokitika gefahren, feiner Kieselstrand.


Am Strand von Wharariki dagegen findet sich feinster Sand und eine ausgedehnte Dünenlandschaft. Dorthin führt ein schmaler Weg über Weideland vorbei an unzähligen Schafen. Wir sind uns recht einig, dass diese Schafe hier wirklich glückliche Schafe sein müssen, direkt am Meer, unter Palmen ...

Heute sind wir dann endlich ins Kajak gestiegen. Nach einer eineinhalbstündigen Einweisung durften wir raus aufs Wasser, die Tasman Bay entlang in unserem schmucken roten Kajak.

Türkisfarbenes Wasser, glasklar, keine Wellen oder Wind, dafür Sonnenschein und vor Sonnenstich  rettende Wolken und verhältnismäßig wenige andere Leute um uns herum, ein paar Robben, verschiedene Strände, um Pause zu machen und baden zu gehen - so ungefähr muss man sich unseren heutigen Tag vorstellen. 


22.2.14 10:43


Zu Besuch bei Freunden und weiter auf die Nordinsel ...

In den letzten Tagen war ganz schön was los. Seit unserer Kajaktour bei Marahau waren wir weiter durch Malborough, dem nordöstlichen Weinanbaugebiet der Südinsel, gefahren und hatten in Blenheim Station gemacht. Unterwegs hatten wir zum ersten Mal real-fruit-ice probiert und sind seitdem regelrecht auf der Suche nach immer neuen Verkaufsständen an unserer Strecke. Man hat die Wahl zwischen Vanille- oder Joghurteis und dazu werden tiefgefrorene Früchte gemischt und zu frischem Fruchteis vermengt. So was von gut!!!

Am Sonntag hatten wir uns dann zu Besuch bei Bine angemeldet, die wir noch aus Karlsruher Tagen kennen und mittlerweile schon einige Jahre hier in Neuseeland lebt. Sie und ihr Mann Rob haben eine Honigfarm und verkaufen den für die Region typischen Manukahonig, den wir probieren durften und für sehr gut empfunden haben. Bine und Rob wohnen in den Mahau Sounds, etwa eine Stunde von Picton entfernt und wir haben einen tollen Tag bei ihnen verbracht. Nach Haus- und Produktionsbesichtigung und einem Spaziergang zum Strand gab es am Abend leckeres Barbecue. Rund um ein schöner Besuch.

Für Montag hatten wir bereits einen Platz auf der Fähre zur Nordinsel gebucht. Damit verließen wir die Südinsel nach gut zwei Wochen und etwas mehr als 3.300km und ganz schön vielen Erlebnissen! Das absolute Highlight war aber mit Sicherheit der Heliflug gewesen, dicht gefolgt von der Fahrt durch den Doubtful Sound. 

 

 Mehr als vier Stunden hatte die Überfahrt gedauert, bei strahlendem Sonnenschein aber ganz schön starkem Wind. Als wir in Wellington ankamen, konnten wir dann auch direkt nachempfinden, was es bedeutet wenn im Reiseführer steht „die Stadt ist für orkanartige Winde bekannt“. Ihr macht euch kein Bild davon, wie es an diesem Abend und in der Nacht gestürmt hat. Wir konnten weder kochen noch essen im Freien – und am nächsten Morgen? Nichts – windstill. Das war auch gut so, schließlich lag unser nächstes Ziel, Napier, gut 500km nordöstlich von Wellington. Die Landschaft im Süden der Nordinsel ist geprägt von Wald, Viehherden und Feldern.


Übernachtet haben wir auf einem alten Sportplatz, der als Teilzeit-Campingplatz sein Dasein fristet und seine besten Tage wohl schon hinter sich hat. Alles vorhanden, aber hier hat sich bestimmt in den letzten 40 Jahren nichts verändert. Die einzigen Nachbarn waren die Kühe, Schweine, Schafe und Hunde nebenan, die allesamt ein vielstimmiges Morgenkonzert für uns bereit hielten.

In Napier haben wir heute schließlich eine Weinprobe gemacht. Die hatte damit begonnen, dass wir in einem „Flavour Room“ zunächst einmal dutzende verschiedener Düfte aus Riechfläschchen testen und anschließend verschiedene Weine der  Region testen durften. Der Geschmack der Weine hatte uns zwar nicht zum Kauf angeregt, aber Spaß gemacht hat es allemal.

Heute Abend  sind wir in Taupo, am Lake Taupo, angekommen und stehen mit bestimmt mehr als fünfzig anderen Campern in einem Park entlang eines Flusses. Hier gibt es nichts als Natur, eine Feuerstelle, Parkbänkchen und Klohäuschen. Jeder bringt seine sieben Sachen selbst mit und es ist super und kostet nichts. Morgen wollen wir ein wenig wandern und dann in den für die Region typischen heißen Quellen baden.

 

 

 

25.2.14 23:13


Was so alles verlustig gehen kann ...

Seitdem wir im September unsere Reise angetreten haben, sind uns auf verschiedenste Weise Dinge verlustig gegangen. Mit verlustig gehen meine ich dabei, dass uns Dinge kaputt gehen, wir Dinge verlieren, uns Dinge abgenommen oder mutmaßlich geklaut werden. Im letzten halben Jahr hat sich dabei eine ganz schön lange Liste angesammelt.

Zu der Kategorie Verlust durch Bruch zählen mittlerweile zwei Bodumkaffeemaschinen, eine Billigbodumkaffeemaschinen- kopie, eine UV-Linse für unsere Kamera, diverse Gläser und Tassen und unser erstes Navi.

Noch nicht völlig kaputt, aber zumindest angeknackst sind unsere Markise, die aufgrund unsachgemäßer Sicherung einen Abflug auf unser Dach gemacht hatte und seitdem ein Gelenk mehr als nötig hat sowie das Display unserer Videokamera.

Kategorie Verlust durch Diebstahl: Bei unserem längeren Aufenthalt auf Sizilien hatte man zum einen versucht, unsere Fahrräder zu stehlen, aber nach dem Entfernen sämtlicher Expander und Sicherungsbänder, hatte wohl unser brachiales Fahrradschloss ein schnelles Abschnallen verhindert und die Diebe zur Aufgabe gezwungen. Trotzdem wurde uns noch in derselben Zeit unser geliehenes Glücksschwein geklaut. Das war bisher mit Abstand der herbste Verlust. Wir hoffen, dass es es bei seinen Entführern gut hat und vielleicht eines Tages wieder seinen Weg zu uns zurück findet. (Hoffentlich wurde es nicht in ein Umerziehungslager gesteckt und zu einem Mafiaschwein ausgebildet.)

Kategorie Verlust durch Dummheit: Eigentlich sollte man meinen, dass wir mittlerweile flughafensicherheitskontrollen- erprobt seien und uns mit unerlaubten Gegenständen auskennen sollten. Auf dem Flughafen in Sydney kam uns trotzdem ein tolles Einhandtaschenmesser am Sicherheits- schalter abhanden, das mittlerweile bestimmt einen neuen Besitzer glücklich macht.

Kommen wir nun zu der Kategorie Verlust durch Unachtsamkeit. Viele kennen vielleicht das Phänomen, dass bei zwei Socken in der Waschmaschine am Ende nur noch eine Socke wieder zum Vorschein kommt. Bei uns zeigt sich das Phänomen in abgewandelter Weise. Bei zwei in das Auto gestellten Schuhen kommt nach neuerlichem Öffnen der Schiebetüre nur noch ein Schuh zum Vorschein. Wäre es kein solch kostspieliges Unterfangen könnte man direkt an kleine Zauberkunststückchen glauben, aber da uns das Phänomen nun um die halbe Welt gefolgt ist, glaube ich eher an ein abgekartetes Spiel der Schuhindustrie. In Italien haben wir einen gelben Flipflop und einen schwarzen Croc verloren. Heute haben wir festgestellt, dass mir einer meiner geliebten noch neuen Wanderstiefel fehlt. Es ist zum Heulen.Obwohl wir regelmäßig vor der Abfahrt kontrollieren, ob nichts herausgefallen ist, fehlt schon wieder ein Schuh! Noch vor kurzem habe ich mich gefragt, warum eigentlich immer wieder einzelne Schuhe am Straßenrand liegen, die niemand zu vermissen scheint - und jetzt liegen irgendwo in Italien zwei und hier in Neuseeland ein einzelner Schuh von uns am Straßenrand, von denen sich wohl andere Leute fragen, ob sie niemand vermisst.

27.2.14 04:41





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